3 Jahre Dorfladen Uttenweiler
Spaß, Spannung und jede Menge gute Laune hat es beim ersten Uttenweiler Rettichschneide-Wettbewerb gegeben. Oma Paula unterhielt im Dorfladen mit ihren Witzen und Edith Guth aus Offingen wurde zur ersten Rettichkönigin Uttenweilers ernannt. Sie hatte einen knapp 25 Zentimeter langen Rettich so geschnitten, dass daraus ein Ziehharmonikarettich wurde, der nicht abriss und beim Messen 53 Zentimeter Länge zeigte.
Damit war Edith Guth gelungen, was 20 andere Rettichschneider trotz Anstrengung nicht schafften. Sie hatte eine Schneidetechnik, die zum Erfolg führte und Glück beim Transport ihres Rettichs vom Wettkampftisch zur Messstation. Beides war vor dem Dorfladen aufgebaut. Selbst beim Vermessen riss der Rettich von Edith Guth nicht ab. Ganz im Gegenteil. Als sie ihren Rettich an die Messlatte hielt, dehnte er sich immer weiter aus. Am Ende stellte Juror Karl Renz eine Länge von 53 Zentimeter fest. Da kam Jubel auf. Den Zuschauern und allen Wettbewerbsteilnehmern war klar, dass dieses Ergebnis so schnell nicht zu übertreffen war. Zuvor maßen die geschnittenen Rettiche zwischen 30 und 40 Zentimetern.
Trotzdem blieb es bis zum Schluss spannend. Am Ende toppten auch Gerda Maas, Kornelia Gulde und Martin Romer die 40er-Marke. Sie teilten sich deshalb die Plätze zwei bis vier. Fünfter wurde August Ulmschneider. Dafür gab es kleine Preise. Alle Rettichschneider durften ihre selbst geschnittenen Rettiche mit nach Hause nehmen.
Das größte Geschenk wartet indes noch auf die Senioren der Gemeinde. Sie bekommen über die Bürgergemeinschaft Uttenweiler den Erlös des Wettbewerbs – pro geschnittenem Zentimeter Rettich 50 Cent. Dieser Anreiz sorgte am Wettkampftag für zusätzliche Teilnehmer. Spontan beteiligte sich auch Bürgermeister Werner Binder, der noch nie zuvor einen Ziehharmonikarettich geschnitten hatte. Wohl deshalb ging er besonders vorsichtig ans Werk und schnitt seinen Rettich nur auf einer Seite ein. Mit Erfolg wie sich zeigte. Immerhin riss sein Rettich nicht ab und sorgte damit für eine Spende des Dorfladenteams an die Bürgergemeinschaft Uttenweiler von knapp 20 Euro.
Wie hoch die Wettbewerbs-Spende insgesamt sein wird, verriet das Dorfladenteam noch nicht. Dafür meinte Verkaufsberater Bernhard Fiderer schmunzelnd: „Jetzt heißt es aufgepasst. Mit einer Marmeladen- und einer Rettichkönigin könnte Uttenweiler glatt zum Königreich ernannt werden.“
Quelle: von Carmen Bogenrieder-Kramer, Schwäbische Zeitung vom 23.10.2016

Riesengaudi beim Rettichschneide-Wettbewerb vor dem Dorfladen.

Frau Luibrand mit den ersten Plätzen bei der Siegerehrung.

Herr Fiderer gratulierte Frau Luibrand zum 3-Jährigen Jubiläum und zu einem gelungenen Fest.