Dorfladen Niederstaufen Mit neuen Pächtern geht es weiter
Den Dorfladen will niemand missen. Im Dorfladen Niederstaufen ist auch immer Zeit für ein Schwätzle:
„Er ist für Niederstaufen sehr wichtig“, sagt Anja Heim. Sie spricht vom Dorfladen, wo sie regelmäßig einkauft. „Besonders wichtig für ältere Leute“, bestätigt Kundin Cornelia Seubert. Und Monika Brunner ist sich sicher: „Wenn die Kultur verloren geht, geht noch mehr den Bach nab“.
Damit das nicht passiert, hat sie sich zusammen mit ihrem Mann Roland ganz spontan entschlossen, den Dorfladen Anfang dieses Jahres zu übernehmen. Musste doch die bisherige Pächterin Renate Brüchle, die den Laden 13 Jahre mit viel Engagement am Laufen gehalten hat, aus gesundheitlichen Gründen aufhören.
Monika Brunner ist ausgebildete Buchhändlerin und Mutter von vier Kindern (der jüngste Sohn ist knapp drei Jahre alt). Man sieht, ihr macht das Gespräch mit den Kunden und das Verkaufen Spaß. Die Teilzeit-Verkäuferinnen Susanne Schicho und Rosmarie Auer kennen „die neue Chefin“ schon aus der Zeit, wo sie an Samstagen im Laden ausgeholfen hat. Schicho ist schon seit 23 Jahren dabei, also bereits seit den Zeiten der Bäckerei Fischer. Rosmarie Auer arbeitet seit zwei Jahren hier.
Beide haben mitgebangt, als im Herbst 2012 die Handelskette REWE die Belieferung des Dorfladens aufkündigte und seine Existenz auf dem Spiel stand. Er hat sich gefreut, dass mit der Firma Utz Lebensmittel ein neuer Lieferant gefunden wurde.
Seitdem gehört der 160 Quadratmeter große Laden zu den „Um’s Eck“-Märkten. Im Sortiment sind seit eh und je regionale Produkte. Backwaren kommen frisch von der Bäckerei Vogel in Wangen, Wurst von der Metzgerei Blaser. Obst und Gemüse, Molkereiprodukte, Trockenwaren, Konserven und Getränke – hier fehlt es an nichts. Auch nicht an Ziegenkäse vom Ziegenhof Kaack in Immen (Niederstaufen). Sogar diätische Produkte werden angeboten.
Kommen jetzt noch Bücher dazu?
Monika Brunner lacht. Ja, sie hat sich überlegt, Thementische aufzustellen. Mit Büchern beispielsweise zu den Themen Garten, Ernährung oder Reisen, die sie in Kommission nimmt.
Bei der Frage, ob man den tollen Service (wenn’s Not tut, bekommen ältere Menschen ihren Einkauf nach Hause gebracht) weiter anbietet, braucht es keine Worte. Alle Finger zeigen auf ein vollbepacktes Wägelchen, das bereit steht für die Auslieferung. Auch ein Beispiel dafür, wie sehr man im Dorf zusammenhält.