„Frau Kessenheimer sagte ganz leise servus“
Nach über 28 Jahre Betriebszugehörigkeit ist Frau Kessenheimer in den wohl verdienten Ruhestand gegangen. Ihr Wunsch war, nur „ganz leise Servus“ zu sagen; aber über ein Vierteljahrhundert Mitarbeit in der Firma Utz ist wirklich ein Anlass für ein Fest. Und so sind wir der Empfehlung von Frau Kessenheimer gefolgt und haben unser Sommerfest in Schemmerhofen ausgerichtet. Im großen Rahmen von knapp 100 aktiven und ehemaligen Mitarbeitern haben wir auf 28 Jahre Betriebszugehörigkeit zurückgeblickt und aus dem „ganz leise“ ein gebührender Abschied gemacht.
Erste Berührungen mit dem LEH hatte Frau Kessenheimer als Verkäuferin bei der Bäckerei Lutzenberger in Schongau; als sie bei Utz eingetreten ist, war Schongau unvorstellbar weit weg. Dort hat sie dann auch das Fach gewechselt und war als Kettlerin in der Strickmode tätig.
In Haslach hat sie dann lange Jahre in der Textilfertigung gearbeitet; als der Strukturwandel in der Textilbranche eingesetzt hat, hat sie die Chance genützt und ist zur Firma Utz gekommen. Am 28. März 1989 hat sie bei uns angefangen, im Alter von 37 Jahren.
Ihr Aufgabengebiet war damals „Offset-Vervielfältigung“. Man muss sich vorstellen, dass man damals bei Utz mit einer richtigen Druckmaschine gearbeitet hat; Rainer Utz selbst hat im Januar 1989 eine Woche Drucker-Schulung bei Gestetner in München gemacht. Die Druck-Vorlagen wurden mit Abreibe-Buchstaben oder mit Druckstempeln hergestellt.
Da Frau Kessenheimer sehr vielseitig einsetzbar war, betätigte sie sich in den 90-er-Jahren auch im Außendienst. Die Region Hauerz-Rot-Laubach-Gutenzell war ihr Einsatzgebiet; die Kartause Marienau, ein Männer-Kloster bei Hauerz war da ein ganz besonderer Kunde.
Was sie aber ganz besonders auszeichnet: sie hat den technologischen Wandel für sich persönlich immer als Herausforderung angesehen und begeistert mitgestaltet.
Frau Kessenheimer wollte keine große Verabschiedung, aber dieses Sommerfest bot dann doch einen ganz guten Rahmen, dass sich die Belegschaft bei ihr bedanken konnte.
Sie wollte auch keine Präsente, sondern hat den Wunsch geäußert, eine Spende an die Deutsche Krebshilfe zu leisten. Die Mitarbeiter haben dafür kräftig gesammelt und die Firma verdoppelte die Summe, so dass in ihrem Sinne und in ihrem Namen ein Betrag von 375,00 € überwiesen wurde.
Die Firma Utz bedankt sich für die jahrelange gute und erfolgreiche Mitarbeit und wünscht Frau Kessenheimer einen aktiven und vor allem gesunden Ruhestand.

Roswitha Utz-Parusel, Rainer Utz und Nachfolgerin Lena Gaum überreichten Frau Kessenheimer die Spendenbescheinigung.