Firma Utz liefert Ware bis nach Südafrika
Wer nach Afrika reist, der erfreut sich an all den fremden, exotischen Speisen, Getränken und Gewürzen. Wer allerdings schon längere Zeit hier lebt, freut sich über deutsches Sauerkraut, deutsche Knödel, deutsche Schokolade, und alle sonstigen deutschen Produkte…
Aus diesem Grund haben Harald und Christine Kersting 2005 mit uns Kontakt aufgenommen. Das Ehepaar wanderte 2002 vom Bodensee nach Südafrika aus und stellte recht schnell fest, dass der Bedarf an deutschen Produkten in Somerset West in der Nähe von Kapstadt, mit geschätzten 20.000 deutschsprachigen Ansässigen, recht groß ist. Sie gründeten das deutsche Warenhaus Eurolane, das mittlerweile eine renommierte Anlaufstelle für viele Deutsche aber auch Südafrikaner ist.
Die Abwicklung war schnell geklärt; die Verzollung erledigt eine Spedition in Hamburg und wir packen den Container und verplomben ihn. In den Anfangsjahren machten sich noch wenige Container (20 Fuß bzw. 11 Palettenstellplätze) im Jahr auf den 2-wöchigen Schiffsweg ans Kap, mittlerweile verlässt fast monatlich ein Container unser Logistikzentrum. Dabei geht im September der wohl faszinierendste Container auf die Reise. Ein 40-Fuß-Container, voll gepackt mit Lebkuchen, Weihnachtsmännern, Schokolade, Pfeffernüssen und sonstigen weihnachtlichen Leckereien. Eine Weihnachtslieferung der besonderen Art. Da im Herbst in Südafrika Temperaturen von ca. 25 Grad herrschen, wird hier natürlich ein gekühlter Container verwendet.
Unsere Lagermannschaft, mittlerweile „Fachmänner im Container packen“, wundern sich schon lange nicht mehr über die Unmengen an Toilettenpapier, die monatlich nach Südafrika gehen. Wer schon mal dort war, kann verstehen warum. Ebenfalls eine lustige Geschichte passierte, als Christine Kerstings Mutter einmal bei ihr zu Besuch in Südafrika war und gerade ein Container ausgeladen wurde. Sie entdeckte darin eine Schokolade, die es in ihrem Supermarkt um die Ecke in Deutschland nicht mehr gab, packte diese kurzerhand in ihren Koffer und nahm diese wieder mit nach Hause. Die „Einmal-Südafrika-und-zurück-Schokolade“ naschte Christine Kerstings Mutter, zurück in Lindau, mit Hochgenuss.
Mittlerweile umfasst der mehrmals vergrößerte Shop 400 Quadratmeter und Harald und Christine Kersting beschäftigen eine Teilzeit-Mitarbeiterin und 3 Aushilfen auf Stundenbasis. Die Ankunft eines Containers bringt ein enormes an Arbeit, da alle Artikel, die keine zusätzliche englische Deklarierung haben, vor Ort und von Hand mit englischer Deklaration beklebt werden müssen. Bei einem 40-Fuß-Container sind das ungefähr 27.300 Labels.
Dann haben Kerstings noch zwei „Mitarbeiter“ der Familie. Jamie 9 Jahre und Cheyenne 12 Jahre. Die beiden testen die Ware. Besonders Süßigkeiten müssen bei jedem Container wieder neu geprüft werden, ob denn die Qualität noch stimmt!
An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich für die jahrelange sehr gute Zusammenarbeit und wünschen der Familie Kersting weiterhin viel Erfolg und gute Umsätze.

Der Container wird in Ochsenhausen gepackt und verplombt.

Ein Blick in den Shop von Familie Kersting.

Somerset West liegt 40 km von Kapstadt entfernt.
